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TRICKY – MAXINEQUAYE (DELUXE EDITION) (ISLAND/UNIVERSAL)

Im Herzen der Finsternis: Ein epochales Debutwerk in erweiterter Edition.

Klar, 1995 war Tricky kein Unbekannter mehr. Seine Beiträge zu Massive Attacks Blue Lines gehörten zu den besten Momenten dieses bemerkenswerten Albums, und seine erste Solo-Single „Aftermath“ hatte auch bereits für Aufsehen gesorgt. Man versprach sich also einiges von seinem Debutalbum, aber was der Mann aus Bristol mit Maxinquaye dann ablieferte, war trotzdem ein Schock: nicht nur das abenteuerlichste Album des gesamten TripHop Genres nämlich, sondern das neben Scott Walkers Tilt und David Bowies Outside noch heute radikalste und beeindruckendste Album der gesamten 90er – was sich beim Wiederhören nach fast 15 Jahren einmal mehr bestätigt. Diese neue Edition klingt etwas schärfer und ist um eine Bonus-Disc mit B-Seiten und Remixes erweitert, deren Hauptverdienst es ist, zu zeigen, wie sorgfältig das originale, in jeder Hinsicht essentielle Album konstruiert wurde. Aus Samples und Loops von Isaac Hayes bis Smashing Pumpkins und mit einem zurecht gepriesenen Cover von Public Enemys „Black Steel“, vokal angereichert durch Martina Topley-Birds kühl-distanzierten Gesang und Trickys bedrohliches Raunen, mit unerwarteten Wendungen und Brüchen an allen Ecken und Enden, kryptisch und paranoid, zutiefst persönlich und eindringlich ist Maxinquaye eine Rechnung die nicht aufgeht, die bei jedem Hören einen geheimnisvollen, nicht zu dechiffrierenden Rest zurücklässt. Was vermutlich die anhaltende Faszination ausmacht, die dieses brillante, verstörende Album bis heute ausübt und wohl noch lange weiter ausüben wird.
28.11.09 17:08
 



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